Feminine Food | Mai ist Spargelzeit | Hochgenuss in grün, weiß, violett
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Mai ist Spargelzeit | Hochgenuss in grün, weiß, violett

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Wer kennt ihn nicht – ob grün, weiß oder violett, ein Hochgenuss für Gaumen, Sinne und Libido – der Spargel.

Kennt man erst das Prozedere des Anbaus bis hin zur Ernte, sollte der Genuss jeder einzelnen Spargelstange im Vordergrund stehen. Denn immerhin, pflanzt man eine Spargelpflanze, dauert es zwei volle Jahre ihn zu hegen und zu pflegen, bis er bereit ist im dritten Jahr seine handverlesenen Spargelfrüchte für die Ernte frei zu geben. In der Spargelwirtschaft liegen noch viele Schätze in der Handarbeit und das Credo: „Gut Ding braucht Weile“ hat sich stets bewehrt.

Doch wo und wie kam der Spargel überhaupt in unsere Kultur. Bereits Hippokrates wusste um die Gunst des Spargels. Damals immer als grüner wilder Spargel, trocknete er die Wurzeln der Pflanze und vermahlte sie zu feinem Pulver. Er verwendete das Extrakt in der Arznei als harntreibendes Mittel. Auch die Römer und die Griechen kannten bereits den Spargel und so war er den Adeligen vorbehalten. Von daher trägt er bis heute seine Beinamen „königliches Gemüse“, „weißes Gold“ oder „Elfenbein zum Essen“.

Doch die erste Kultivierung des Spargels fand hinter den Mauern der Klostergärten statt. Mönche pflanzten ihn als Heilpflanze.

Erst im 19. Jahrhundert erkannte man zufällig, dass Spargel, der noch unter der Erde vergraben ist weiß ist und erst wenn Sonnenlicht darauf trifft verfärbt sich die Frucht zunächst violett bevor das Chlorophyll angekurbelt wird und den Spargel grün färbt.

Seither schreitet die Kultivierung des Spargels weltweit voran, bis zu 300 verschiedene Sorten sind bekannt und bis heute hat er einen sehr hohen und kostbaren Stellenwert im Gemüseregal.

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Nährstoffe des Spargels:

Abgesehen davon, dass er in Zeiten des Weltkrieges verboten wurde, da er angeblich keine nahrhaften und sättigenden Stoffe in sich trägt, wurde nach Ende des Krieges die Bepflanzung sehr rasch wieder aufgenommen. Heute wissen wir, dass Spargel eine richtige Powerpflanze ist für einen harmonischen Gesamtorganismus.

Er besteht zu 93% aus Wasser und zählt somit zu einer kalorienarmen Ernährung.

Weiters enthält er:

  • Vitamin A, B, E und C
  • Folsäure
  • Kalium
  • Calcium
  • Phosphor
  • Jod
  • Zink
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Wirkung von Spargel

Aufgrund seines hohen Kaliumgehalts ist er für seine reinigende, entschlackende und harntreibende Wirkung bekannt. Dadurch verhindert er Nierensteine und Schlacken. Durch das Antioxidans Glutathion können vorbeugend Krebszellen vernichtet werden und hilft der Leber bei Entgiftungsprozessen. Auch bei einem Kater nach einer durchtanzten Nacht hilft Spargel wieder auf die Beine.

Die Spargelstange hilft nicht nur wegen ihres phallusähnlichen Anblicks der Libido auf die Sprünge, vielmehr konnte bereits in der indischen Medizin herausgefunden werden, dass Spargel eine aufmunternde Wirkung hat und die Durchblutung des Urogenitaltrakts steigert. Für die anregenden Gefühle könnte der relativ hohe Gehalt an Vitamin E der Grund sein, da dieses Vitamin die direkte Produktion des Sexualhormons ankurbelt.

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Spargel und die Regel

Spargel ist für uns Frauen besonders in der menstruierenden Phase des Zyklus empfehlenswert. Aufgrund seines hohen Wassergehalts wirkt er Wassereinlagerungen entgegen, unterstützt die Entgiftungsphase und hilft somit beim Loslassen. Spargel ist ein echter Flow-booster und sorgt dafür, dass alles im Fluss bleibt. Zudem wirkt er blutreinigend, schützt vor freie Radikale, stärkt das Immunsystem, regt den Fettstoffwechsel an und lässt die Liebeshormone Walzer tanzen.

Und was hat es mit der schwefelhaltigen Carbonsäure Asparagusinsäure C4H6O2S2 auf sich? Spargel enthält diese Säure und sie wird beim Verzehr in bestimmte Substanzen abgebaut. Dass dieser Vorgang im Körper stattfindet erkennt man ganz klar an der bestimmten Urinnote, die nach dem Spargelgenuss nicht lange auf sich warten lässt. Dieser Geruch ist keineswegs gesundheitsbedenklich. Vermutlich liegt es in den Genen. Denn für manche ist dieser starke Geruch eine schon fast normal Nebenerscheinung nach dem Verzehr von Spargel und andere kennen dieses Phänomen von sich nicht.

Spargelzeit ist also Genusszeit PUR – es gibt ihn nur von Ende April bis zum 24. Juni (Johannistag) danach ruht die Spargelernte für ein ganzes Jahr.  Dass er nur saisonbedingt aus den nahen Regionen erhältlich ist macht ihn vermutlich so richtig besonders.

 

Feminine Food-Tipp:

Genieße den Spargel auch gerne einmal roh – sein kräftiger Geschmack kommt noch mehr zur Geltung und die Gesundheitspolizei im Körper freut sich. Ach ja grüner und violetter Spargel brauchen nicht geschält werden – sie besitzen eine sehr dünne äußere Hautschicht, die man beim Essen kaum bemerkt.

Probiere gerne unseren leckeren sommerlichen Spargel- Wassermelonensalat oder die genussvolle Spargelquiche aus unserem Buch „Eat like a woman“ aus. Ein Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Viel Freude beim Kochen und Kosten,
Verena