Feminine Food | Viparita Karani – Beine hochlagern
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Viparita Karani – Beine hochlagern

Die Beine hochlegen. Nichts tun. Einfach sein. Die Gedanken schweifen lassen. Und dabei noch die Hormone und den Zyklus in Balance bringen! Seinem FrauSein so viel Gutes zu tun ist so simpel. Speziell jetzt im August, während der Spitze des Sommers und der Hochtemperaturen, ist es enorm wohltuend, die Beine hochzulagern. Geschwollene Beine und müde Füße fühlen sich wieder frischer an. Schlaflose Nächte weichen süßen Träumen. Und unser Stresslevel sinkt im Handumdrehen.

„Man kann mit einem Hintern nicht auf drei Kirtagen tanzen“, so lautet ein altes, ländliches Sprichwort. Dass wir in einer schnelllebigen, zielorientieren Leistungsgesellschaft leben, ist uns allen bekannt. Und doch ist es schwer, diesem getriebenen Tun zu entkommen. Viparita Karani kann mit wenigen Minuten Übung den Wind auf den Segeln nehmen und uns wieder auf den richtigen Kurs bringen. Bereits kurzes Halten dieser Asana baut Stresshormone ab und bringt somit unsere Geschlechtshormone wieder ins Gleichgewicht. Vor allem bei einem unregelmäßigen Zyklus sollte frau sich die Zeit nehmen, täglich 3-5 Minuten diese Asana zu praktizieren. Der Erfolg wird sich bald einstellen. Nimm dir speziell in der Phase des Loslassens die Zeit, deine Beine regelmäßig hochzulagern. Halte inne, kehr deinen Fokus auf das Sein. Auf das Nichts-Tun-Müssen. Erlaube dir, ganz im Hier und Jetzt zu sein. Mit deinem Körper, deinen Gedanken und Emotionen. Durch das Hochlagern der Beine wird der Rückfluss des Blutes aus den Beinen unterstützt. Die Beckenorgane werden besser durchblutet, somit auch die Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter. Frauenkraft liegt eben oftmals in der Passivität, im Empfangen.

Genau aus diesem Grund ist Viparita Karani eine meiner absoluten Lieblingsasanas. Es klingt so einfach, dass man es kaum glauben kann. Aber ja, es ist wirklich eine Yoga Übung. Und ja, sie ist absolut genial. Zur Zeit ist es in meinem Leben total hektisch und voll. Ein Buch zu veröffentlichen neben Schwangerschaft, Geburt und den ersten sechs Monaten mit meinem geschlüpften Sohn, nebenbei mein eigenes Unternehmen zu führen und regelmäßig zu bloggen macht enorm viel Spaß. Und auch ordentlich viel Arbeit. Insofern man das Arbeit nennen darf und kann. Aber natürlich fehlt dann auch, nach einem Tag voll stillen, Windel wechseln, E-Mails schreiben, Konferenz halten, Posts schreiben, kochen und bei den heißen Temperaturen noch schnell mit der Familie ins kühle Nass hüpfen, oftmals die Zeit für… Mich. Für meine müden, heißen Füße. Für meinen vollen Kopf. Für meinen geschlauchten Rücken. Für meine schweren Augen. Einfach auch für’s simple Sein. Und genau dann sind alles, was ich brauche, um wirklich wieder bei mir in meiner Mitte anzukommen, ein paar Minuten auf meiner geliebten Yogamatte, um die Beine hochzulegen und zu SEIN. Einfach nur ich. Mein Atem. Die Schwerkraft. Der Moment. Dann kann ich loslassen, all die Aufgaben, all die Gedanken, all das Tun. Und darf sein.

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WIRKUNG

  • hilft uns loszulassen und ist deshalb wunderbar geeignet für die Phase des Loslassens
  • harmonisiert den Zyklus und lindert PMS
  • entschleunigt und entstresst, dadurch werden Stresshormone abgebaut und die Geschlechtshormone können wieder in ihre Balance finden
  • lindert geschwollene, dicke Beine und erfrischt müde Füße
  • hilft bei schlaflosen Nächten

 

SO GEHT’S

Nimm ein Kissen oder eine gefaltete Decke und lege sie auf deine Matte an eine Wand. Platziere dein Becken so nahe es geht zur Wand. Dein Rücken liegt entspannt auf der Matte. Strecke deine Beine aus und lege sie hüftweit auseinander auf der Wand ab. Deine Arme rasten neben dir auf der Matte, auf deinem Bauch, deinem Herzen oder entspannt abgelegt über deinem Kopf – wo auch immer deine Arme wirklich jegliche Anspannung loslassen können. Und nun, atme. Tief in deinen Schoßraum hinein. In dein Herz. Fülle deinen gesamten Körper mit Präsenz. Wenn Gedanken aufkommen, schau sie dir kurz an, bevor du sie wieder ziehen lässt. Bring deine Aufmerksamkeit immer wieder zurück auf deine Atmung. Auf deinen Körper. Auf dein Herz… Halte dir Position für 5-10 Minuten, wenn es für dich gut ist. Danach winkle deine Beine an, rolle dich zur Seite, halte einen Moment inne, bevor du dich langsam wieder aufsetzt (oder gleich ins Land der Träume fährst).

Oh viel Genuss beim Üben!

 

FEMININE FOOD TIPP:

Diese Asana kannst du auf der Yogamatte oder auch im Bett praktizieren. Die Beine können an der Wand liegen, oder einfach in der Luft schweben, wenn einmal keine Wand in der Nähe ist oder es einfach gerade angenehmer ist. Fühl hinein, was sich für dich stimmig anfühlt!