Feminine Food | Die Birne | die unterschätzte uralte Superfrucht
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Die Birne | die unterschätzte uralte Superfrucht

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 “Wie der Baum – so die Birne, wie die Frau – so die Dirne.”

altes Sprichwort von Karl Simrock

Der Herbst lässt grüßen … die Zeit der Ernte naht.

Gute Luise, Clapps Liebling, Williams Christ oder Conference … und wie sie alle heißen, die Birnen sind reif.
Egal ob pur, im Müsli, im Kuchen oder als kulinarisches Geschmackshighlight in herzhaften Gerichten.

Die Früchte sind nicht nur süß, zart und lecker, sondern auch noch sehr gesund. Sie stecken voller Vitamine und Mineralstoffe und vorallem in der Zeit nach der Menstruation, sind sie ein idealer Begleiter um wieder frische Energie zu tanken und das reifende Ei und die Gebärmutter zu stärken.

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Die Kultur-Birne (Pyrus communis L.) ist eine Pflanzenart, die zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört.

Wo kommt die Birne ursprünglich her?

Birnen sind uralte Früchte, die bereits in der prähistorischen Zeit gern verspeist wurden. Ursprünglich soll die die Birne aus dem Südwesten Chinas stammen, von wo aus sie ihre Reise durch Asien bis nach Europa antrat.
Da die Zucht in Asien und Europa ganz unabhängig voneinander stattgefunden hat, unterscheidet man zwischen asiatischen und europäischen Birnen. Unsere Kulturbirne ist bereits in der Steinzeit aus diversen Wildarten entstanden. Die Wildbirne – die auch Holzbirne genannt wird – ist von Westeuropa bis zum Kaukasus auch heute noch in Gebirgs- und Auenwäldern anzutreffen.

Geschichten rund um die Birne

Im alten China war der Birnbaum ein Symbol für ewiges Lebens und die alten Griechen haben den Kultbaum als Göttergabe in den Mythen verewigt. Die alten Römer befassten sich hingegen bereits intensiv mit der Züchtung. Im Mittelalter war der Birnbaum ein gern gesehener Gast in den Klostergärten und die Adeligen erfreuten sich an den edlen Früchten. Außerdem diente er als Liebesorakel: Während die Jünglinge den Apfelbaum befragten, suchten junge Mädchen beim Birnbaum um Rat. Das Barockzeitalter war für die Kulturbirne – ein goldenes Zeitalter: Es entstanden hunderte neue Sorten.
Im Gegensatz zu den Kulturbirnen wurden die wilden Birnbäume lange zwiespältig betrachtet. Sie galten als Wohnstätten von Drachen, Dämonen und Hexen, wurden jedoch auch als Heilpflanzen angesehen. So wurde Birnbaumblütentee bei Nierenbeckenentzündungen und Birnenhonig bei Kopfschmerzen angewandt. Birnensaft diente hingegen als Kur zur Entgiftung des Körpers.

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Reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Birnen haben unter allen Obstsorten mit etwa 0,29 g in 100 g Fruchtfleisch, die wenigste Fruchtsäure und sind dabei wahre Vitaminbomben. Dies macht sie besonders bekömmlich, schonen die Zähne und sind somit für säureempfindliche Menschen und Babys ein idealer Fruchtsnack.

Birnen bestehen aus viel Wasser, versorgen uns daher auch mit Flüssigkeit. Sie verfügen über die gesamte Palette der B-Vitamine, stärken daher unsere Nerven. Folsäure, ebenso ein Vitamin des B-Komplexes, fördert insbesondere die Blutbildung, das Zellwachstum und den Eisprung und ist beim Aufbau von Glückshormonen (zum Beispiel Serotonin) beteiligt. Auch für die Gebärmutter kann die Birne einiges tun, denn nicht umsonst verrät uns ihre Form, dass sie auch hier gebraucht wird. Vor allem in der Zeit nach der Menstruation, freut sich der Uterus über viele Nährstoffe, um die Schleimhaut wieder aufzubauen und “fit” zu sein, um ein mögliches befruchtetes Ei willkommen zu heißen.

Die Birne versorgt uns außerdem mit Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt. In Birnen sind Antioxidantien in Form von Flavonoiden enthalten, das sind natürlich vorkommende Substanzen die umgangsprachlich als Radikalfänger bezeichnet werden. Dadurch können sie Schwermetalle und Umweltgifte im Nahrungsbrei binden und sorgen dafür, dass diese nicht in unseren Körper gelangen.

Birnen versorgen uns aber auch mit Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Calcium, Magnesium, Kupfer, Phosphor, Zink.
Durch den hohen Gehalt an Kalium wirkt die Frucht entwässernd und lindert Nieren- und Blasenprobleme. Isst du eine frische Birne, isst du auch eine ordentliche Portion des wasserlöslichen Ballaststoffs Pektin. Dieser regt die Darmtätigkeit an und hilft bei Verstopfung. Aber Vorsicht, hast du einen sehr empfindlichen Magen/Darm, kann man bei zu viel Birnen auch schon mal Durchfall bekommen.

Wie beim Apfel befinden sich die meisten Vitamine auch bei der Birne unter der Schale. Wenn möglich, sollte sie deshalb mit Schale gegessen werden.

Darum sagen wir … ran an die Birnen, wisch’ mal den Alltagsstaub von ihr ab und genieße diese “Power-Lady” wie sie es verdient.

Quellen:
http://www.fitgesundschoen.de/food/birnen-saeurearme-vitaminbomben-zum-anbeissen.html
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/birnen-suess-trotzdem-gesund-910505.html
https://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/naturarznei-birne-sie-hilft-verdauung.html
https://www.welt.de/kmpkt/article159121866/So-gut-sind-Birnen-fuer-deinen-Koerper-und-deine-Laune.html